Raumfeuchte ist ein erhebliches Problem in Wohnraum. Der Nutzer einer Wohnung kann hier ganz erheblich dazu beitragen, die Luftfeuchte nicht zu sehr ansteigen zu lassen. Dazu gehört auch ein sachgerechtes Lüften und Heizen. Damit Sie hier auf der "sicheren Seite" sind können Sie - ggf. mit unserer Vermittlung - über die Firma Der-Mietzeuge.de Datenlogger mieten um festzustellen, wie Sie "üblicherweise" lüften und heizen und daraus auch zu sehen, mit welcher Wahrscheinlichkeit Sie im "grünen Bereich" sind oder u.U. durch das Heiz- und Lüftungsverhalten ggf. Ursachen für die Schimmelbildung setzen.
Auch hier gilt: rechtzeitig vorbeugen.....

Aber auch der Vermieter kann sich heute nicht mehr zurücklehnen. Sehr häufig wird bei dem Einbau neuer Fenster nicht das erforderliche Augenmerk auf die erforderliche Lüftungsmöglichkeit gelegt und so versäumt, die erforderlichen Lüftungstechnischen Einrichtungen einzubauen.
Daher wird heute bereits bei der Auftragserteilung für neue (Kunststoff-)Fenster darüber belehrt, dass die neuen Fenster zu einem veränderten Wohnklima führen und daher Zwangslüftungen einzubauen sind, um Folgeschäden zu vermeiden. Wer das nicht tut hat ein Problem...
So sollte das Ergebnis der Messungen bei Ihnen NICHT aussehen:
3b5e54a74159f4f3e3f0aa020329ca92
Hier sieht man deutlich, dass die Raumtemperaturen (rot) viel zu niedrig (um 10-12 Grad Celsius) sind,
die Raumfeuchte (weit über 70 % relative Feuchte) viel zu hoch ist und der Taupunkt ganz nah an der
tatsächlichen Raumtemperatur liegt. Hier ist falsch (zu wenig) geheizt und falsch gelüftet. Hier ist dringend Abhilfe geboten.
Fenster auf - querlüften, dann Fenster zu und richtig heizen... dann kann man das Problem
in den Griff bekommen.

Idealerweise würde es bei Ihnen nach der Messung so aussehen:
7159f19c5db1bbe976a04bce6ff59d83

Gleichmäßige Raumtemperatur um 21.5 Grad oder etwas mehr; damit verbunden geringere Raumfeuchte und ein sehr niedriger Taupunkt. Da kann nichts passieren...


Das Problem
Mit Ausgabedatum Mai 2009 wurde nach mehrjähriger Überarbeitung die aktualisierte Lüftungsnorm DIN 1946-6 veröffentlicht. Damit ist sie für alle am Bau Beteiligten verbindlich. Sie ist damit erstmalig ein Nachweisverfahren, ob eine lüftungstechnische Maßnahme für ein Gebäude erforderlich ist.
Wegen der heute vorgeschriebenen energiesparenden Bauweise, sind die Haushüllen so dicht, dass bei üblichem Lüftungsverhalten nicht genügend neue Luft nachströmt. Die Folgen können Feuchteschäden, Schimmelbefall und Schadstoffanreicherungen in der Raumluft sein. Die verschiedenen Regelwerke (u. a. Energieeinsparverordnung (EnEV), DIN 4108-2, DIN 1946-6) forderten gleichzeitig eine dichte Gebäudehülle und die Sicherstellung eines Mindestluftwechsels. Damit standen sie scheinbar im Widerspruch zueinander.
Das Lüftungskonzept
Die DIN 1946-6 schreibt die Erstellung eines Lüftungskonzeptes vor und regelt die Luftmengen die u.a. für den Feuchteschutz (Bautenschutz) notwendig sind, um die Schimmelbildung zu vermeiden. Die Lüftung zum Feuchteschutz muss nutzerunabhängig funktionieren.
Konsequenzen
Die Lüftung zum Feuchteschutz ist entscheidend für die Notwendigkeit von lüftungstechnischen Maßnahmen. Um den Richtlinien der aktuellen Norm zu entsprechen, ist mindestens 4 bis 6 mal in 12 Stunden für 5 bis 10 Minuten eine Querlüftung über vollständig geöffnete Fenster durchzuführen, was allerdings in der Praxis nur schwer umsetzbar ist.
Wichtigste Frage bei der Erarbeitung des Lüftungskonzeptes ist es, wie die Lüftung zum Feuchteschutz sicher gestellt werden kann. So stufen zum Beispiel die Gerichte zunehmend bei ganztägig berufstätigen Nutzern bereits ein zweimaliges Stoßlüften über das Fenster am Tag als kritisch bzw. als nicht zumutbar ein.
(Vorstehenden Text haben wir mit freundlicher Genehmigung der Siegenia-Aubi übernommen)

Wir raten daher jedermann, der sich mit der Sanierung von Gebäuden beschäftigt rechtzeitig an die erforderliche Zwangslüftung zu denken um Schadensersatzansprüche bereits im Vorfeld gar nicht entstehen zu lassen.
Aber auch bei Neubauten halten wir die Berücksichtigung von automatischen Lüftungssystemen für dringend erforderlich.